Zucht
Das bedeutet:
Unser Zuchtstätte wird mehrmals inspiziert, ein Wurf wird vom zuständigen Zuchtwart untersucht und abgenommen, Fehler, Krankheiten etc. lückenlos dokumentiert.
Welpen wachsen bei uns im Haus auf. Sie sind von Anfang an Teil unseres täglichen Familienlebens und bekommen so frühzeitig alle möglichen Alltagsgeräusche und Umweltreize mit, seien es Haushaltsgeräte, Musik oder der klingelnde Briefträger an der Tür.
Für die Aufzucht steht ein freundlicher, heller Bereich zur Verfügung, der auf die Bedürfnisse von Mutterhündin und Nachwuchs abgestimmt ist. Wir räumen für die Zeit der Aufzucht unser Esszimmer im WIntergarten, so dass Mama und Welpen immer im Blick sind, aber auch sowohl Rückzugsmöglichkeiten als auch ausreichend Platz für Bewegung und Spiel haben.
Die Welpen haben freien Zugang nach draußen zur Terrasse und von dort hinunter zum überdachten Welpengarten, so dass auch auch bei schlechtem Wetter draußen gespielt werden kann. Sie erfahren unterschiedliche Untergründe unter den Pfötchen, bekommen frische Luft und lernen ganz nebenbei den Unterschied zwischen „drinnen“ und „draußen“.
Wenn sie mobiler werden, lernen sie u.a. Autofahren kennen, auch schon ein wenig Stadtluft schnuppern und den unvermeidlichen Straßenlärm als Lerneffekt dazu. All das geschieht welpengerecht um Überforderung zu vermeiden.
Wir bemühen uns, sie auch möglichst mit verschiedenen Menschen in Kontakt zu bringen, Alt und Jung, Kinder und Senioren, und zu zeigen, was ein Rollstuhl ist, oder jemand, der humpelt.
Unser Ziel ist es, ihren künftigen Familien ein zuversichtliches und auf das Leben neugierige Hundekind zu übergeben.
Die Abgabe erfolgt nach der offiziellen Wurfabnahme durch den Vereinszuchtwart, frühestens mit vollendeten 9 Wochen, gehörgetestet nach VDH-Standard, geimpft, gechippt und mehrfach entwurmt, mit Starterpäckchen.
POV: Es gibt genug Hunde, aber es gibt zu wenig Dalmatiner.
Unsere Zuchtziele
Dalmatiner sind in den letzten Jahren auf den Hundewiesen so gut wie gar nicht mehr zu sehen und uns ist es wirklich wichtig, dass diese einzigartige, uralte Hunderasse nicht verschwindet.
Die Dinge, die wir darüber hinaus besonders im Auge haben, sind:
- Gesundheit
- genetische Diversität
- gutes Temperament
Gesundheit ist selbsterklärlich. Was nützt einem eine tolle Fellfarbe oder die hübschesten Punkte, wenn der Hund ständig krank ist?
Nicht die einzige, aber eine nicht unwichtige Ursache für viele Gesundheitsprobleme ist unseres Erachtens mangelnde genetische Diversität oder salopp gesagt: Inzucht.
Leider war das Bewusstsein für die schädlichen Folgen von Linienzucht ( Verpaaren von Tieren z.B. mit identischen Großeltern) in früheren Zeiten nicht so ausgeprägt, wie heute.
Für uns hat genetische Diversität bei der Auswahl der Zuchtpartner daher einen sehr hohen Stellenwert.
Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass aus hoher genetischer Diversität automatisch gesunde Hunde folgen, aber dass die Wahrscheinlichkeit von erblich bedingten schweren Erkrankungen (Epilepsie, Lungenversagen, etc.) durch sorgfältige Gentests und Partnerwahl erheblich minimiert werden kann.
Futter
Ein wichtiger Punkt zum Thema Gesundheit ist die Ernährung. Viele Dalmatinerzüchter barfen. Einige füttern nur trocken. Letztendlich gibt es für alles gute Argumente. Wir mixen und füttern "Mdmd"- "mal dies, mal das". Letztendlich führen viele Wege nach Rom. Wichtig ist nur, dass man qualitativ gutes Futter ( und im Falle von HUA purinarmes) verfüttert. Die Mehrkosten für gutes Futter sparen einem später Tierarztbesuche.
Zahnhygiene
Wer putzt schon seinem Hund täglich die Zähne?- Auch wenn das auf den ersten Blick absurd klingt, können wir nur jedem ans Herz legen, möglichst frühzeitig zumindest mit Zahnbürstengewöhnung anzufangen, auch wenn am Anfang das Putzen mehr symbolischen Wert hat. Schneller, als einem lieb ist, bauen sich die ersten Zahnbeläge auf, so dass ein Großteil der Hunde spätestens mit 3 Jahren eine Zahnerkrankung entwickelt, was schmerzhaft, der Gesamtgesundheit unzuträglich und teuer ist. EIne Zahnsteinentfernung unter Vollnarkose wäre dann notwendig und das sollte man tunlichst vermeiden.
Charakter
Nicht minder wichtig für einen Familienhund ist ein guter Charakter/ sanftes Temperament-im Hunderzüchter-Sprech nennt man das „Wesensfestigkeit“: Ein Hund, der mitmacht, freundlich ist und nicht so einfach aus der Ruhe zu bringen. - Kein neurotisches Nervenbündel und auch kein übereifriger Personenschützer (jetzt mal ganz bewusst übertrieben gesagt)- Kurz gesagt: Ein cooler, freundlicher Hundekumpel.
Diverse wichtige Charaktereigenschaften werden nachweislich zu einem nicht unwesentlichen Teil von den Elterntieren vererbt. Daher sollte man da genau hinsehen.
Man darf trotzdem nicht vergessen: Lebewesen sind keine Maschinen, Vererbung funktioniert nicht monokausal. Garantien kann leider niemand abgeben, dafür, dass ein Hund nie krank wird. Man kann jedoch bekannte Risiken für erblich bedingte Krankheiten minimieren und im Zweifelsfall sich immer für das niedrigere Risisko entscheiden.
Und später?
Auch nach Abgabe an ihre neuen Familien möchten wir mit unseren Welpen in Kontakt bleiben. Wir freuen uns über Fotos, kurze Nachrichten oder einfach ein Lebenszeichen. Besitzer sollten bereit sein, mindestens einmal im Jahr eine kurze "Wasserstandmeldung" zu geben., denn wir möchten wissen, was mit unseren Welpen geschieht- ein Hundeleben lang.

